Masern Symptome

Masern Symptome

Vor kurzer Zeit ist in Deutschland ein kleiner Junge mit 18 Monaten an einer Maserninfektion verstorben. Auch zwei weitere Kinder zeigten Masern Symptome. Die Fälle der Masernerkrankungen werden vom Gesundheitsamt untereinander in Zusammenhang gebracht und die Diskussionen um Masern neu in Gang gebracht, die nun die Nation schocken. Halt! Wir reden hier über Masern.

Das war doch eine der Kinderkrankheiten, neben Windpocken und Röteln, bei der man damals in die Schule geschickt wurden, damit wir sie »endlich alle hinter sich kriegen«! Ist es also wirklich so schlimm?! Deshalb entstehen schon beim ersten Überfliegen der Presseartikel zwiespältige Gefühle bei dem Leser. Vor allem Eltern fühlen sich nicht ausreichend über die reale Gefahr von Kinderkrankheiten informiert. Natürlich möchte man keine Risiken eingehen. Andererseits erinnert man sich selber oft noch an die Masern aus der eigenen Kindheit. Früher erschienen Masern Symptome relativ harmlos im Vergleich zu anderen Kinderkrankheiten zu sein.

Also fragen wir kritisch nach: Was sind eigentlich Masern? Wie sind die Symptome der Erkrankung?
»Die Masern« sind eine klassische Krankheit der frühen Schulzeit, können aber wie alle Kinderkrankheiten auch im Erwachsenenalter auftreten. Die Erkrankung mit Masern ist meldepflichtig. Der Masernvirus wird per Tröpcheninfektion verbreitet, also zum Beispiel durch Niesen, Husten oder Speichelkontakt.

Masern Symptome

Meist verläuft die Erkrankung in zwei Stadien. Die Masern Symptome sind zu Erkrankungsbeginn grippeähnlich:

  • Abgeschlagenheit
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Entzündungen im Augenbereich und Bindehautentzündung

Später werden die Masern Symptome typisch mit hohem Fieber und dem typischen Hautausschlag (Exanthem):

  • dunkelrot
  • großfleckig
  • unregelmäßig begrenzt
  • beginnt hinter den Ohren, breitet sich dann über Gesicht und Hals aus und erreicht nach drei Tagen den Rumpf, die Arme und die Beine.
    weißliche Flecken an der Mundschleimhaut

Komplikationen:

Seltene, aber gefürchtete Symptome sind der Befall des Nervensystems mit dem Masernvirus, die sogenannte Masernenzephalitis. Hier sind in 20 30 % der Fälle geistige Minderbegabung, Lähmungen und Schwerhörigkeit die Folge. Bei einer äußerst geringen Patientenzahl tritt noch nach mehreren Jahren eine Entzündung des Gehirns und des Nervensystems auf. Die Symptome nehmen kontinuierlich zu und können zum Tod führen. Der Masernvirus schwächt das Immunsystem. Daher sind Sekundärinfektionen wie Lungenentzündungen oder Mittelohrentzündungen als Symptome gefürchtet.

Therapie der Masernerkrankung

Da es keine direkte Therapie gegen den Masernvirus gibt, besteht die Behandlung in der Linderung der Masern Symptome (fiebersenkende Maßnahmen, Therapie des Ausschlags, Bekämpfung der sekundären Infektionen).

Schutz vor der Masernerkrankung

Wer einmal eine Infektion mit dem Masernvirus durchgemacht hat, ist lebenslang immun gegen diese Erkrankung. Deshalb ist auch eine suffiziente Impfung möglich. Immungeschwächte Patienten, die Kontakt mit Masern hatten, können vom Arzt eine Aktivimpfung mit von Menschen gewonnenen Immunglobulinen erhalten, die den Masernvirus direkt bekämpfen (sog. Postexpositionsprophylaxe). Die Gabe sollte sofort nach fraglichem Kontakt mit dem Masernvirus erfolgen, nicht erst, wenn Symptome auftreten. Grundsätzlich gilt aber die Regel: wer den Kontakt zu Kinderkrankheiten meidet, schützt sich am sichersten! Hygiene ist das A und O! Die Masernimpfung im Kindesalter erfolgt meist mit einem Kombinationsimpfstoff gegen andere Kinderkrankheiten: gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfung) oder gemeinsam mit der Windpocken Impfung (MMRV-Impfung).